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Umbau mit einem „ökologischen Konzept”

Die evangelisch-methodistische Kirchengemeinde Köln erwarb im Jahr 2000 die 70 Jahre alte Markuskirche. Der Umfang der notwendigen Restaurierungsarbeiten - besonders der energie- und wassertechnischen Anlagen - erforderte schon bald ein besonderes Nachdenken über die Minimierung nicht nur der Umbau-, sondern auch der Folgekosten und über mögliche Refinanzierung durch langfristige Einsparungen. Dem „Sozialen Bekenntnis” unserer Kirche zum Handeln in Gottes Schöpfung entsprechend sollten dazu noch möglichst umweltfreundliche Lösungen gesucht werden. Aus diesen Vorgaben entwickelten die Bauplaner und Mitwirkende der Gemeinde dieses hier sogenannte „ökologische Konzept”.

Energie einsparen und rückgewinnen

Die Dipl.-Ingenieure Schwedes (Architekt) und Nordhoff (Haustechnik) entwarfen einen modernen Umbau mit konsequent optimierter Wärmedämmung zum Niedrigenergiegebäude mit einer Reduzierung um 75 % von 260 auf 65 kWh/m²·a Energiebedarf.

Die Wärme liefert ein Gas-Brennwertkessel mit hohem Wirkungsgrad. Selbst sein Luft-Abgassystem führt Wärme der heißen Abgase im Wärmetausch zurück.

Auf gleiche Weise erzielt eine Lüftungsanlage für das Untergeschoss eine Wärmerückgewinnung von 90 %. Diese Anlage macht auch die wärmeverlustreiche Kippstellung der Fenster überflüssig.

Alternative Energien nutzen

Weiter entschied sich die Kirchengemeinde zur Nutzung der Solarenergie und nahm teil am Förderprogramm „Kirchengemeinden für die Sonnenenergie” der „Deutschen Bundesstiftung Umwelt”.

Eingebaut wurde eine solar-thermische Anlage mit 7,8 m² Kollektorfläche für die Gewinnung von warmem Wasser zum Waschen, Spülen und Duschen für das gesamte Gemeindezentrum. Im Laufe des Jahres liefert die Anlage etwa 90.000 Liter warmes Wasser. Das reicht - so als Vergleich - um 1.400 mal duschen zu können.

Dazu eine Fotovoltaik-Anlage mit 15,2 m² Kollektorfläche. Sie liefert bei optimalen Bedingungen gut 11 kWh (Kilowattstunden) am Tag. Sie könnte damit - über 10 Stunden - 45 Sparlampen mit je 25 Watt (100 Watt herkömmliche Glühlampen) mit Strom versorgen. Im ersten Betriebsjahr von April 2002 bis März 2003 wurden 1.640 kWh in das öffentliche Stromnetz eingespeist und vergütet.

Unter dem Motto „Die Sonne geht über allen auf” werden auf einer großen Schautafel im gemeinsamen Eingangsbereich von Kirche, Gemeindehaus und Kindergarten und von außerhalb gut sichtbar die augenblicklichen Leistungen der Solaranlagen sowie die gesamten Leistungen seit der Inbetriebnahme angezeigt. Die Tafel verweist auf das Gottesgeschenk dieser Welt und auf unsere Verantwortung für Gottes Schöpfung, sie zu erhalten und bewahrend mit ihr umzugehen.

Ressourcen schützen

Das Regenwasser von den Dachflächen wird teilweise über Filter geführt, in einem 17.000 L-Tank gespeichert und für die Toilettenanlagen sowie zur Gartenbewässerung genutzt (statt Trinkwasser!). Überschüssiges Regenwasser wird in eine Versickerungsrigole geleitet. Zusätzlich wurde das gesamte Anwesen „entsiegelt”. Vom Grundstück und allen Gebäudeteilen fließt nun kein Regenwasser mehr in die Kanalisation - außer über die Toilettenanlagen. Diese Maßnahmen reduzieren erheblich den Trinkwasserverbrauch und die Einleitungsgebühren in das städtische Kanalnetz. In unserem Fall konnte dazu noch auf neue Schmutzwasser-Grundleitungen verzichtet werden, die Dichtheitsprüfungen und Nachweispflichten unterliegen, zugunsten von sichtbar verlegten enger dimensionierten Rohrleitungen im Kellerbereich.